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1994-02-05 - Selbst Denkmäler verrückt |
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Dienstag, 12. September 2006 |
Zu unserem Fotorätsel Nr. 17 schreibt Lothar Täubner aus Calau: Das Bild zeigt das Kreiskriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege 1864 (Preußen und Österreich gegen Dänemark), 1866 (Preußen gegen Österreich), 1870/71 (Preußen mit nordeutschem Bund und süddeutschen Staaten gegen Frankreich). Die Gefallenen aus diesen Kriegen vom Calau-er Kreis sind auf den Tafeln genannt. Das Denkmal war 1878 vor dem alten Cottbuser Tor errichtet worden. Auf einem Gelände, das von 1614 bis 1803 ein alter Friedhof vor der Stadtmauer war, aber nach seiner Schließung zum Stadtpark umgestaltet wurde. Deshalb bekam die angrenzende Straße den Namen Parkstraße. In diesem Parkgelände wurde 1901 bis 1903 das neue Kreishaus erbaut, und deshalb wurde das Denkmal an die jetzige Stelle vor das Haus des ehemaligen Kreisarztes Dr. Otto Gottschalk versetzt. Dazu machten Calauer Schuhmacher den „Kalauer": In Calau werden selbst Denkmäler verrückt. Leider ist vor Jahrzehnten die krönende-Spitze, eine vergrößerte Nachbildung des „Ordens vom Eisernen Kreuz", entfernt worden. Das als Kriegsauszeichnung für den Befreiungskampf 1813 gestiftete Eiserne Kreuz wurde im 20. Jahrhundert als „Symbol eines volksfeindlichen deutschen Militarismus" verurteilt.
Quelle: Lausitzer Rundschau
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