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Calau. Die 1. Geschichtsbörse im Landkreis Oberspreewald-Lausitz am 6. November 2011 in der Calauer Stadthallenimmt immer mehr Konturen an. Landrat Siegurd Heinze hat die Schirmherrschaft für die 1 Geschichtsbörse OSL übernommen. Mehr als 30 Vereine und Institutionen wie die Kreismuseen haben bereits ihre Teilnahme fest zugesichert. Auch außerhalb unserer Kreisgrenzen ist die Geschichtsbörse schon Gesprächsthema und Anfragen gehen in Calau ein. "Im Moment steht unser Telefon nicht mehr still", bestätigt Matthias Nerenz, Geschäftsführer des Heimatverein Calau und ergänzt: „Anfangs war die Resonanz eher wage. Doch jetzt springen immer mehr auf und wollen unbedingt dabei sein."
Initiatoren und Veranstalter sind der Heimatverein Calau e.V. und der Verein Kultur-Ferien-Freizeit e.V. Lauchhammer, mit Unterstützung des Potsdamer Historikers Dr. Volker Punzel. Die Geschichtsbörse OSL soll in erster Linie als Plattform für
Chronisten,
Geschichtsforscher, Heimatvereine, Verlage, Museen, Archive und
sonstige Einrichtungen dienen. Sie wird die erste Börse / Messe ihrer
Art in einem Landkreis von Brandenburg sein.
Alle, die sich in
irgendeiner Weise mit Geschichte und Geschichtsforschung usw.,
beschäftigen, bekommen die Möglichkeit, in der eigenen Region neue
Kontakte zu knüpfen und den Fundus der Provinz aufleben zu lassen.
Unsere Museen und Heimatstuben, die besonders in den Wintermonaten um
jeden Besucher werben müssen, können sich mit ihren Häusern und Institutionen
präsentieren und zeigen, dass sie sowohl touristisches Ziel sind, aber
auch für Chronisten und Geschichtsfreunde ihren Fundus für
Forschungszwecke zur Verfügung stellen. Erfreulich ist die Teilnahme von
Schulen, die
mit der Vorstellung von lang angelegten Projekten sich
in die Geschichtsbörse einbringen. Nebenher wurden auch Kurzvorträge
vorbereitet, in den auf ganz bestimmten Themen hingewiesen wird.
So
wird u.a. Dr. Volker Punzel aus Potsdam zum Thema „Fachleute oder
Laien?" sprechen und diskutieren, wie die Basisarbeit der Chronisten im
OSL-Kreis von der Landeshauptstadt aus gesehen wird. Hans Kober aus
Calau wird über „Die Niederlausitz und die 100jährige Geschichte der
öffentlichen Stromversorgung" sprechen oder Rolf Radochla (Werben)
stellt das Projekt „Kippensand" zu durch den Bergbau verschwundenen
Dörfern vor. Die Börse verspricht eine große Vielfältigkeit für die
Besucher, aber auch für die Teilnehmer, egal ob es ein Museum ist, oder
ein Heimatverein. Bis Ende Oktober können sich interessierte Vereine,
Ortschronisten und Institutionen anmelden. red
Quelle: Spreewaldecho - Ausgabe 32 - Seite 6
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