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2011-04-02 - Verein macht sich für Tourismusmanager stark Drucken E-Mail
Freitag, 1. April 2011

Stadtverwaltung Calau beantragt Nachfolgemaßnahme

Calau Auf die Bedeutung eines Tourismusmanagers für die Stadt Calau weist der Heimatverein in einem offenen Brief an die Fraktionen und die Stadt Calau hin. Positiv gewertet wird die aktuelle Arbeit des Tourismusmanagers. Es handelt sich um eine geförderte Stelle, die im August nach drei Jahren ausläuft.

Hans-Jürgen Hanisch, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Calau, brachte den offenen Brief in der Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung im Auftrag des Vereinsvorstandes ein. „In den vergangenen Jahren hat Herr Uhlig als Tourismusmanager eine spürbare Verbesserung des kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Lebens in der Stadt und ihren Ortsteilen erreicht", heißt es in dem Brief. Es wird betont, dass er ein Ansprechpartner für die Vereine der Stadt ist, großen Anteil am Stadtmarketing hat, sich bei der Organisation der ersten Touristik-Messe engagiert und als Schusterjunge regional und überregional auftritt. „Wir als Heimatverein Calau befürchten, dass durch den drohenden Wegfall dieser inzwischen so wichtig gewordenen Stelle das kulturelle, touristische und wirtschaftliche Leben mit den von Herrn Uhlig geknüpften Netzwerken erlahmen und damit der eingeschlagene progressive Weg spürbar versanden könnte", schreibt der Vereinsvorstand. „Der noch verbleibende Zeitraum sollte genutzt werden, um sich Gedanken zu machen, wie ein Abfall der Qualität verhindert werden kann", sagte Hans-Jürgen Hanisch.

„Wir bemühen uns, eine ähnliche Stelle als Bürgerarbeit zu beantragen", sagte Bürgermeister Werner Suchner (parteilos). Die personelle Besetzung einer solchen geförderten Stelle sei abzuwarten. „Über diesen Stand sind die Fraktionen informiert", betonte er.

„Es ist eine Katastrophe, wenn Stephan Uhlig nicht die Arbeit weiterführen kann", sagt Mario Dannenberg (Linke). Es sei ein Desaster, wenn aus finanziellen Gründen die Arbeit nicht fortgesetzt wird.

„Wir müssen erst die Sondersitzung zum Haushalt abwarten. Finanziell wird es schwierig", erklärt Knut Jende (CDU). In der Fraktion müsse noch darüber gesprochen werden.

Auch die SPD-Fraktion wird noch zu der im offenen Brief angesprochenen Problematik beraten. „Nachfolgemaßnahmen werden unter anderen Bedingungen gefördert. Und dann wahrscheinlich nur noch für zwei Jahre", sagt André Bareinz.

Zum Thema:
Drei Kommunal-Kombi-Stellen gibt es in Calau: Peter Klink, Stephan Uhlig und Jörg Suchomel arbeiten als Streetwalker, Kultur- und Tourismusmanager sowie Koordinator für den Bauhof. Es handelte es sich um ein Bundesprogramm zur Förderung von zusätzlichen Arbeitsplätzen in Regionen mit besonders hoher und verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit. Der Europäische Sozialfonds (ESF) unterstützte das Projekt, an dem sich die Kommunen finanziell beteiligt haben. Die Gemeinschaft für Innovation und Arbeitsförderung Calau (GIA) ist der Träger in Calau.

Quelle: Lausitzer Rundschau Seite 14

 
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