|
2011-02-23 - Bei Kerzenschein in der Couchecke |
|
|
|
Mittwoch, 23. Februar 2011 |
|
Nicole Franziska Gräfin zu Lynar las Gedichte und Geschichten auf Gut Dubrau
In einer Couchecke am Fenster saß Nicole Franziska Gräfin zu Lynar (l.) bei Kerzenschein mit einem großen Stapel Kinderbücher und las aus diesen Büchern vor. Foto: Matthias Nerenz
Dubrau Für den Heimatverein Calau ist es eine Premiere gewesen: Nicole Franziska Gräfin zu Lynar hatte zur Buchlesung auf Gut Dubrau eingeladen.
Bisher hat der Heimatverein 110 Veranstaltungen organisiert, darunter viele Heimatstammtische. Eine Lesung gab es bisher nicht - um so überraschter waren die fast 30 Mitglieder und Gäste über die Atmosphäre im neu entstandenen Moritz-Carl-Friedrich-Saal. Er wird für Veranstaltungen genutzt.
In einer Couchecke am Fenster saß die Gräfin bei Kerzenschein mit einem großen Stapel Kinderbücher. Der Titel der Vorlesung »Poesie und Leberwurst« lehnt sich an die in den letzten Jahren vor Weihnachten regelmäßig stattfindende Buchlesung im Hofladen an. Dort wurden Leberwurstbrötchen zur Veranstaltung gereicht. Gutskater Momo stahl der Gräfin diesmal die Show, denn er wartete auf die angekündigte Leberwurst und durchsuchte den ganzen Saal nach diesem Leckerbissen.
»Einige Gedichte musste ich auch in der Schule lernen«, sagte Monika Buder und fand es schön, dass sie diesmal wieder hören durfte. Auch Gerd-Uwe Lehnigk sprach die ihm bekannten Texte und Gedichte leise mit. »Die Gedichte erinnern an den Kalauer, denn die meisten lustigen Gedichte und Geschichten enthielten ein Wortspiel.«
Ihre Lieblingserzählung, auf die die Gräfin nicht verzichten wollte, war die Geschichte »Am Schneesee« von Franz Fühmann. Bei dieser Erzählung stolpert die Schneeseekleerehfee über ihren Schneeseekleerehfeedrehzeh und lässt sich von der Heckenhexe mit den Hackenhaxen mit Hilfe eines Schneeseekleerehfeedrehzehwehteekessel den schmerzenden Schneeseekleerehfeedrehzeh wieder wegzaubern.
Nach diesen und vielen weiteren Gedichten und Erzählungen verabschiedete sich Nicole Franziska Gräfin zu Lynar: »Wenn ich ein Lächeln in den Gesichtern meiner Gäste erreicht habe und vielleicht auch erreiche, dass wieder mal ein Gedicht zu Hause angeschaut wird, bin ich zufrieden«, sagte sie.
Von Matthias Nerenz
Quelle: Lausitzer Rundschau - Seite 14
|