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2011-02-28 - Calauer Geschichtsbörse erkundet Potenzial der Provinz Drucken E-Mail
Montag, 28. Februar 2011

Erzeugten gleich doppelt Aufmerksamkeit in Potsdam: der Calauer Schusterjunge alias Tourismusmanager Stephan Uhlig (l.) und August der Starke alias Christoph Ruhland. Sie warben in Potsdam bereits für die erste Geschichtsbörse OSL. Foto: Matthias Nerenz Calau will erstes Treffen im OSL-Kreis gestalten

Erzeugten gleich doppelt Aufmerksamkeit in Potsdam: der Calauer Schusterjunge alias Tourismusmanager Stephan Uhlig (l.) und August der Starke alias Christoph Ruhland. Sie warben in Potsdam bereits für die erste Geschichtsbörse OSL. Foto: Matthias Nerenz 

Calau/Potsdam Inspiration aus der Landeshauptstadt: In Calau wird es im November die erste Geschichtsbörse des Landkreises Oberspreewald-Lausitz geben. Damit soll eine alte Idee nun umgesetzt werden, nachdem Hobby- und Heimat-Historiker der Geschichtsbörse in Potsdam einen Besuch abstatteten.

Der geschichtliche und heimatkundliche Fundus im Oberspreewald-Lausitz-Kreis soll erlebbarer gestaltet werden. Deshalb werde am 6. November die Calauer Stadthalle Schauplatz der 1. Geschichtsbörse des Landkreises sein.

Gastgeber ist der Heimatverein Calau in Zusammenarbeit mit dem Kultur-Ferien-Freizeit-Verein Lauchhammer. »Die Idee existiert schon etwas länger, aber erst jetzt ist die Zeit dafür reif«, erklärt Matthias Nerenz vom Heimatverein Calau.

Ziel ist es, ein regionales Netzwerk zu schaffen für Ortschronisten, Heimatvereine, Museen, Archive, Verlage und weitere Institutionen. »Wir legen quasi die Idee von Potsdam regional auf unseren Landkreis OSL um und wollen besonders die Chronisten der Dörfer und Gemeinden animieren. Schließlich liegt in der Provinz ein ungeheures Potenzial«, sagt Christoph Ruhland vom Lauchammeraner Verein.

Wie spannend Vergangenheit sein kann, erlebten die Heimatvereine Calau und Altdöbern auf der 7. Geschichtsbörse in Potsdam. An historischer Stelle im alten Kutschstall am Neuen Markt, unmittelbar neben dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, stellten sich Museen, Heimat- und Geschichtsvereine sowie Verlage aus Berlin und Brandenburg vor. Mehr als 1000 Besucher drängten sich durch die Vielzahl der Stände, suchten den Erfahrungsaustausch und informierten sich über geschichtlich bedeutende Ausflugziele in den Brandenburger Landstrichen. Besonders Heimat- und Geschichtsvereine, Ortschronisten, Museen, aber auch Tourismusvereine und vor allem Verlage priesen ihre geschichts-bezogenen Angebote. Die Calauer sind in Potsdam schon Stammgäste: »Unser Stand ist immer sehr belebt, und mit dem Schusterjungen im Original sorgten wir diesmal für ganz besondere Aufmerksamkeit«, berichtet Nerenz.

Eigene Publikationen wie der Calauer Heimatkalender und Prospekte zu historisch-touristisch Sehenswertem aus der Region waren sehr gefragt, zumal im Zusammenhang mit dem Weltgästeführertag weitere Veranstaltungen in Potsdam angeboten wurden.

Diesen Aspekt wollte auch der Heimatverein Altdöbern nutzen. »Wir waren schon mal vor zwei Jahren hier und konnten erfahren, dass unser Schloss in Altdöbern recht bekannt ist. Von der Zusammenarbeit mit Calau profitieren wir ebenfalls. Schließlich sind wir eine Region«, stellte Rolf Wünsche vom Heimatverein Altdöbern fest.

Mit dem Heimatverein Luckau und dem Niederlausitz-Museum Luckau sowie dem Traditionsverein Braunkohle Senftenberg und den Lauchhammeranern war die Region Südbrandenburg mit sechs Institutionen vertreten.


Stephan Uhlig/stu1
 
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