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Calau Im Haus Am Gericht 14 in Calau, dem Haus der Heimatgeschichte, ist in diesen Tagen ein Kommen und Gehen. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Museum arbeiten an der Gestaltung einer Dauerausstellung zu Carl Anwandter.
»In den neuen Räumen haben wir die Möglichkeit, die Lebens- und
Schaffensphasen des bedeutendsten Sohnes unserer Stadt zu
dokumentieren«, sagt Steffi Clemens, Leiterin der Stadtbibliothek. Unter
ihrer Regie steht das Heimatmuseum.
In drei Räumen im Haus der Heimatgeschichte soll Anwandters Wirken in
Calau und in Chile sowie seine Ausstrahlung bis in die Gegenwart gezeigt
werden.»Das ist der Zeitstrahl, den wir für die Ausstellung gestaltet
haben«, sagt Matthias Nerenz vom Heimatverein und pinnt einen Streifen
an die Wand. Auf einen Blick lassen sich die Stationen eines
facettenreichen Lebens erfassen. Carl Anwandter wird nicht nur als
Bürgermeister, sondern auch als Apotheker, Erfinder und Reformer
erlebbar sein. Die Mitglieder der AG Museum haben sich einiges einfallen
lassen, um auch für Familien mit Kindern die Ausstellung interessant zu
gestalten. »Wir wollen zeigen, wie vor 150 Jahren ein Apotheker
gearbeitet hat«, erklärt Stephan Uhlig. So wurde bei einer Zusammenkunft
schon mal mit Kräutern aus dem Garten ausprobiert, wie damals
Heilmittel hergestellt wurden. Eine Ladentheke wird aufgearbeitet,
Utensilien eines Apothekers werden ausgestellt.
Wenn zum Calauer Stadtfest am dritten Augustwochenende das Haus der
Heimatgeschichte eröffnet wird, soll der erste Ausstellungsraum zu Carl
Anwandter fertig sein. Die beiden anderen Räume folgen später.
Ebenfalls zum Stadtfest zeigt der Heimatverein die Exposition »Calau
interaktiv - Calauer erinnern sich«. »Anhand der Cottbuser Straße
stellen wir historische Ansichten den aktuellen gegenüber«, erklärt
Ortschronist Christian Lenz, der auch einen Arbeitsraum im Haus erhält.
Er hofft, dass viele Calauer angeregt werden, Stadtgeschichte mit ihren
Erinnerungen mitzuschreiben.
Zur Eröffnung der Ausstellung werden der chilenische Botschafter und
Botschaftsmitarbeiter erwartet, informiert Bürgermeister Werner Suchner
(parteilos).
Ingrid Hoberg
Quelle: LR Lokal
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