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Ideen zur Gestaltung eines Witze-Rundwegs in der Calauer Innenstadt sind in einer Sondersitzung des Tourismusausschusses diskutiert worden. Grundlage waren die sieben Entwürfe, die Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) vorgelegt hatten (die RUNDSCHAU berichtete). Alle Fraktionen stimmten zu, dass an der Gestaltung eines Schusterjungen als Symbol am Rundweg, an der Gestaltung einer zentralen Info-Säule und an Fußabdrücken, die durch die Stadt leiten, gearbeitet werden soll.
Den Weg in den Schulungsraum der Sparkasse Niederlausitz hatten nur
wenige Calauer gefunden. So blieben Abgeordnete und Stadtverwaltung
weitgehend unter sich in der Beratung, die zusätzlich in den
Sitzungskalender aufgenommen worden war, um Calauern nach der
Ausstellung der Studenten-Entwürfe ein Diskussionsforum zu geben.
Drogist Heiko Petrick regte an, dass ähnlich wie in den Nachbarstädten
für Touristen ein Flyer ausliegen sollte, der über Ausflugsziele in den
umliegenden Orten informiert. »Die Informationen sollten gebündelt sein.
Wir werden im Laden immer wieder von Besuchern angesprochen, die wissen
wollen, welche Sehenswürdigkeiten es gibt«, sagte er. Marion Goyn,
Geschäftsführerin der Wohn- und Baugesellschaft Calau (WBC), griff diese
Anregung auf: »Wenn wir Anfang Juli unser neues Kundencenter eröffnen,
dann legen wir das Info-Material gern aus.«
Der Heimatverein Calau schlug vor, dass an der Ecke Cottbuser
Straße/Töpferstraße eine Info-Säule stehen könnte. »Eine historische
Wettersäule, wie sie auf einer alten Postkarte zu sehen ist, könnte das
Vorbild sein«, sagte Matthias Nerenz, Geschäftsführer des Heimatvereins.
Weitere Info-Tafeln könnten am Heimatmuseum, an der Ausstellung »Mobile
Welt des Ostens«, am Bahnhof und anderen markanten Punkten stehen. Eine
Führung per Fußabdrücke, wie sie in mehreren Studenten-Entwürfen
vorgeschlagen werden, sei nicht unbedingt nötig. »Kleine Info-Tafeln mit
Kalauern und über die Historie, ähnlich wie in Vetschau, sind für Calau
ausreichend und kostengünstig«, sagte Matthias Nerenz. Wünschenswert
sei auch eine Beschilderung an der Autobahn, die auf die Stadt der
Kalauer hinweist. Erlebnisspiele, technische Spielereien seien zu teuer
und Bilderwitze zu aufwändig und nicht sicher vor Vandalismus.
Eine Auflistung von historisch interessanten Gebäuden und jeweils dazu
kurze Informationen legte Sybille Karwath von der Stadtverwaltung vor.
»Wenn verbindliche Kostenvoranschläge für die Schilder oder Figuren
eingeholt werden, dann müssen vorher Größe und Material konkret
feststehen«, sagte sie. Und sie betonte, dass Calau mit seiner
ringförmigen Anlage für einen Rundweg ideal sei. »Das hat nicht jede
Stadt aufzuweisen«, betonte sie.
Diplom-Psychologin Diana Tietze, Niederlassungsleiterin der Horizonte
Sozialwerk GmbH, brachte die Lübbenauer Werkstatt ins Spiel, die am 27.
Mai eröffnet werden soll. »Aufsteller wie auch Schusterjungen in
verschiedenen Größen könnten aus langlebigem Holz gebaut werden«, sagte
sie.
»Wir sollten im Kleinen anfangen und dann schrittweise den Rundweg
erweitern«, sagte Dieter Garlich (CDU). »Was ist bezahlbar? Auch die
Haltbarkeit ist zu bedenken«, sagte er. Ebenso Ausschussvorsitzender
Mario Dannenberg (Linke) sprach sich dafür aus, dass der Witze-Rundweg
Stück für Stück umgesetzt wird. »30 000 Euro sind in diesem Jahr im
Haushalt vorgesehen«, sagte er. »Wir sollten in der nächsten Woche in
der Stadtverordnetenversammlung den Beschluss fassen, wie Calau weiter
vorgehen will. Sonst kommen wir in die Sommerpause und verlieren wieder
Zeit«, betonte Mario Dannenberg. »Der Prozess muss in Gang gebracht
werden. Das Thema ist der Witze-Rundweg, das dürfen wir nicht aus den
Augen verlieren«, betonte Bürgermeister Werner Suchner (parteilos). »Die
Internetdomäne ,Witzerundweg' gehört schon der Stadt Calau«,
informierte Hauptamtsleiter Frank Böttner.
Von Ingrid Hoberg
Quelle: Lausitzer Rundschau - Lokalteil
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